FUSSFUNKTION UND MULTIPLANARES BEWEGUNGSTRAINING

 

• Unter funktionalem Training versteht man Bewegungen oder Übungen, durch die Personen besser in der Lage sind, ihre täglichen Aktivitäten durchzuführen oder ein bestimmtes Leistungs- oder sportliches Ziel zu erreichen.

 

• Die Fitnessbranche bezeichnet häufig Bewegungen, die multiplanar sind, mehrere Gelenke beanspruchen oder auf einer instabilen Oberfläche ausgeführt werden, als „funktional“.

 

• Trotz der verschiedenen Definitionen von „funktionaler Bewegung“, wird allgemein angenommen, dass die menschliche Bewegung von unten nach oben beginnt und dass einbeinige/einfüßige Stabilität die Grundlage von Bewegung und athletischer Funktion ist.

 

• Funktionale Prüfraster und der Star Excursion Balance Test (SEBT) sind etablierte klinische Tools und werden als zuverlässige Methoden für die Messung funktionaler Einschränkungen in der Bewegung von Sprunggelenk, Knie und Hüfte erachtet.

 

• Obwohl der Fuß der Ausgangspunkt der kinetischen Kette ist, die durch diese funktionalen Tests bewertet wird, wird sein Einfluss auf das Testergebnis nur selten berücksichtigt. Die strukturale Stabilität des Fußes und seine Fähigkeit, auf die Auswirkungen von Schwerkraft und Bodenreaktions-kraft zu reagieren und diese zu steuern, haben eine erhebliche Auswirkung auf den Bewegungsbereich und die Bewegungsqualität, die während des Tests und des Trainings beobachtet werden.

 

DIE WIEDERHERSTELLUNG DER FUSSFUNKTION

 

Die Wiederherstellung der Fußfunktion beginnt mit der Wiederherstellung der natürlichen Fußform. Genauso, wie der Fuß durch das Tragen von schuhförmigen Schuhen schuhförmig wird, wird der Fuß durch das Tragen von fußförmigen Schuhen fußförmiger! Die Anpassung des menschlichen Körpers an die mechanischen Lasten und Belastungen, die ihm auferlegt werden, nennt man in der Biologie „Wolffsches Gesetz“. In der Geschichte wurde dieses Phänomen von vielen Kulturen genutzt, z. B. beim chinesischen Füßebinden, den viktorianischen Korsetten und den Halsringen der Padaung.

 

 

DEFINITION FUNKTIONSSCHUHE

 

1- Fußförmiges Design (Zehenfreiheit):Ein Schuh sollte die „Fächerform“ eines gesunden, barfüßigen Fußes nachahmen, d. h. die breiteste Stelle des Schuhs sollte der Abstand zwischen der Basis der großen Zehe und der Spitze der kleinen Zehe sein. „Weite“ Schuhe, die nicht fußförmig sind, sind ebenso schädlich für die Fußfunktion wie enge schuhförmige Schuhe

 

2- Flache Sohle: Der Bereich der Sohle, der das Gewicht trägt, sollte flach auf dem Boden aufliegen, um eine maximale Oberfläche und Stabilität für die drei funktionalen Wippen zu bieten.

 

3- Keine hochgelegten Zehen: Die Zehen können ihre stabilisierende Rolle nur erfüllen, wenn sie Kontakt mit dem Boden haben.

 

 

VERWENDUNG VON FUNKTIONSSCHUHEN

 

Basierend auf einfacher Physik erhöhen sich die Ansprüche an das Bewegungssystem, wenn die Kräfte, die auf den Körper wirken (Körpergewicht) steigen und/oder die Stabilität nachlässt, z. B. von zwei Füßen zu einem Fuß, zu nur dem Vorderfuß. Führen Sie die Bewegungen mit Ihren Funktionsschuhen zunächst links durch und gehen Sie dann langsam zu rechts über.

References
• Wilson J & Kiely J. The Multi-Functional Foot In Athletic Movement: Extraordinary Feats By Our Extraordinary Feet. Human Movement (2016) • Hertel J et al. Simplifying the Star Excursion Balance Test: Analyses of Subjects With and Without Chronic Ankle Instability. Journal of Orthopaedic & Sports Physical Therapy (2006) • Cote KP et al. Effects of Pronated and Supinated Foot Postures on Static and Dynamic Postural Stability. Journal of Athletic Training (2005) • Anat LV & Kramer PA. The Association between Foot Morphology and Dynamic Balance Performance as Measured by the Star Excursion Balance Test. Journal of Exercise, Sports & Orthopedics (2015) • Basnett CR et al. Ankle Dorsiflexion Range Of Motion Influences Dynamic Balance In Individuals With Chronic Ankle Instability. The International Journal of Sports Physical Therapy (2013) • Wilkinson et al. Feet and Footwear: Applying Biological Design and Mismatch Theory to Running Injuries. International Journal of Sports and Exercise Medicine 4:090 (2018)