FUSSFUNKTION BEIM RENNEN

Rennen ist ein echter „federähnlicher“ Gang, bei dem die gesamte kinetische Kette des unteren Bereichs des Körpers wie eine Feder fungiert. Bei Renngeschwindigkeit von über 16 km/h verändert sich das biomechanische Verhalten des Fusses und Sprunggelenks in der Regel zu einem Vorderfuss-Mittelfuss-Belastungsmuster, wobei versucht wird, das elastische Potenzial der Sehnenstrukturen des Fusses und des Sprunggelenks auszunutzen (siehe Diagramm). Bei einem Vorderfuss-Mittelfuss-Belastungsmuster werden die entsprechenden Gewebe extrem belastet und Verletzungen im unteren Bein und Fuss kommen häufig vor, vor allem wenn die Technik schlecht ist und die reaktive Stärke des unteren Beins nicht ausreicht.

 

Die wichtigsten Anforderungen beim Rennen:

 

• Eine anatomische Zehenkappe (breit, flach und fussförmig = Zehenfreiheit).Die Zehenflexoren und -extensoren sowie die Innenmuskulatur des Fusses sind während der gesamten Bodenkontaktphase beim Vorderfuss-/Mittelfussrennen aktiv. Ihre Funktionsfähigkeit wird direkt durch ihre Fähigkeit zur Bodeninteraktion beeinflusst.

 

• Leichte und minimale Federung. Aufgrund der Bedeutung der Technik beim Vorderfuss-/ Mittelfussrennen sollte der Schuh leicht sein und minimal gefedert, um die reaktive Kraft und die federähnliche Funktion des Fusses zu verbessern.

 

 

MENSCHLICHE BEWEGUNG

 

• Die Biomechanik der menschlichen Bewegung lässt sich durch die Physik von Pendeln und Federn erklären. Der Mensch verfügt im Wesentlichen über vier Bewegungsstrategien: Gehen, Joggen, Rennen, Sprinten.

 

• Diese Bewegungsstrategien werden nach und nach immer weniger pendelähnlich und mehr federähnlich, da die Geschwindigkeit und die Schwerkraftbelastung steigen und die Kontaktzeit sich verringert (siehe Diagramm).

 

• Jede Bewegungsstrategie hat energetische und biomechanische Folgen, d. h. metabolischer Energieverbrauch und Verletzungsrisiko.

 

• Geschickte menschliche Bewegung zeichnet sich durch die Fähigkeit aus, die geeignetste Bewegungsstrategie anzuwenden, um die Wirtschaftlichkeit zu maximieren und das Verletzungsrisiko zu minimieren – in Abhängigkeit von Geschwindigkeit und Bodenbeschaffenheit.

 

• Das Anwenden der geeignetsten Bewegungsstrategie wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst. Dazu zählen Gewohnheit, Konditionierung und präzises sensorisches Feedback im Hinblick auf die externe Umgebung.

 

RENNEN

DIE WIEDERHERSTELLUNG DER FUSSFUNKTION

 

Die Wiederherstellung der Fussfunktion beginnt mit der Wiederherstellung der natürlichen Fussform. Genauso, wie der Fuss durch das Tragen von schuhförmigen Schuhen schuhförmig wird, wird der Fuss durch das Tragen von fussförmigen Schuhen fussförmiger! Die Anpassung des menschlichen Körpers an die mechanischen Lasten und Belastungen, die ihm auferlegt werden, nennt man in der Biologie „Wolffsches Gesetz“. In der Geschichte wurde dieses Phänomen von vielen Kulturen genutzt, z. B. beim chinesischen Füssebinden, den viktorianischen Korsetten und den Halsringen der Padaung.

 

DEFINITION FUNKTIONSSCHUHE

 

1- Fussförmiges Design (Zehenfreiheit):Ein Schuh sollte die „Fächerform“ eines gesunden, barfüssigen Fusses nachahmen, d. h. die breiteste Stelle des Schuhs sollte der Abstand zwischen der Basis der grossen Zehe und der Spitze der kleinen Zehe sein. „Weite“ Schuhe, die nicht fussförmig sind, sind ebenso schädlich für die Fussfunktion wie enge schuhförmige Schuhe

 

2- Flache Sohle: Der Bereich der Sohle, der das Gewicht trägt, sollte flach auf dem Boden aufliegen, um eine maximale Oberfläche und Stabilität für die drei funktionalen Wippen zu bieten.

 

3- Keine hochgelegten Zehen: Die Zehen können ihre stabilisierende Rolle nur erfüllen, wenn sie Kontakt mit dem Boden haben.

 

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VERWENDUNG VON FUNKTIONSSCHUHEN

 

Basierend auf einfacher Physik erhöhen sich die Ansprüche an das Bewegungssystem, wenn die Kräfte, die auf den Körper wirken (Körpergewicht) steigen und/oder die Stabilität nachlässt, z. B. von zwei Füssen zu einem Fuss, zu nur dem Vorderfuss. Führen Sie die Bewegungen mit Ihren Funktionsschuhen zunächst links durch und gehen Sie dann langsam zu rechts über.

 

References
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